Toskana
In der Toskana schlägt das Herz des italienischen Weinbaus. Der Brunello di Montalcino, der Vino Nobile di Montepulciano oder die großen Rotweine aus der Chianti-Region genießen Weltruf. Schon seit der Renaissance spielt das Umland der beiden damals reichsten italienischen Städte, Florenz und Siena, weinbautechnisch eine Führungsrolle. Die Geburtsstunde der heutigen Rotweine schlug allerdings erst Mitte des 19. Jahrhunderts. Da hob der Baron Ricasoli (Besitzer u.a. des Castello di Cacchiano) in seiner berühmten Chianti-Formel eine rote Rebsorte aufs Trapez, die bis dahin kaum eine Rolle spielte: den Sangiovese. Diese Traube gibt allen großen toskanischen Rotweinen ihre einzigartige Persönlichkeit.Ein Intermezzo stellen die Supertoskaner, englisch Supertuscans, dar. So werden barrique-ausgebaute Rotweine aus internationalen Rebsorten wie Merlot oder Cabernet bezeichnet, die vor allem mit Blick auf den us-amerikanischen Markt erzeugt werden.
Die Super-Welle ist zwar wieder am abklingen (die Welt ist voll von Merlot!), hat aber dazu geführt, dass die neuen Rebsorten in gewissen Umfang auch für traditionelle Weine wie z.B. den Chianti Classico Verwendung finden. Im Gegensatz zu den Roten bleiben die trockenen Weißweine der Toskana eher blass und sind meist überteuert. Das gilt auch für den berühmten Vernaccia die San Gimignano. Groß hingegen ist der Vin Santo, ein honigsüßer weißer Dessertwein.
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