Ribera del Duero
Der Ruhm der Ribera del Duero war lange Zeit eine einsame Angelegenheit. Es gab ein Weingut - Vega Sicilia – und das produzierte einen einzigartig teuren und einzigartig guten Wein: den Unico. Mit der Zeit wirkte der Ruhm ansteckend und ab Anfang der 90-er Jahre kamen dann nach und nach all die anderen großen Namen wie Pesquera oder Prado Rey in die abgelegene Region. Heute ist die Ribera neben der Rioja das Flagschiff spanischen Rotweinanbaus. Die Ribera del Duero liegt ca 100km nördlich von Madrid am Fluss Duero, der in Portugal dann Douro heißt. Die Gegend liegt auf rund 800m Höhe und ist gelinde gesagt kark. Tagsüber kann es hier gerne mal 40° Celsius heiß werden. Doch in der Nacht kühlt es wegen der Höhenlage immer auf mindestens 15° ab. Diese Temperaturschwankungen verhindern, das die Aromen am Rebstock verkochen. Die Trauben bewahren ihre Säure und damit die Fruchtfrische.
Neben dem Klima ist es die Traube, die den Wein groß macht. Die „Tinta del Pais“ – eine Spielart des Tempranillo – hat alles was gute Trauben brauchen. In ihren dicken Schalen ist viel Platz für geschmackgebende Phenole. Viele Winzer runden ihre Weine mit Cabernet Sauvignon, Merlot und anderen französischen Trauben ab, deren Beigabe in einem geringen Umfang zulässig ist. Ihre Würze erhalten die Weine dann im kleinen Fass aus amerikanischer und französischer Eiche.
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