Katalonien - Cava, Penedés und Priorato
Die Katalanen sind anders. Auch beim Wein. Die spanische Königsrebe Tempranillo spielt im Weinbau rund um die Metropole Barcelona kaum eine Rolle. Statt dessen geben einheimische weiße Trauben den Ton an: Parellada, Xarel-Lo und Macabeo. International berühmt sind diese drei unter dem Namen „Cava“. Der in traditioneller Flaschengärung erzeugte spanische Sekt stammt zu 90% aus Katalonien. Cava bedeutet eigentlich „unterirdische Kellerei“ und ist als Bezeichnung für Sekt aus der Not geboren. Mit dem spanischen EU-Beitritt war der bis dahin übliche Name „Champána“ rechtlich nicht mehr haltbar. Die wichtigste katalanische Weinregion ist das westlich von Barcelona gelegene Penedès, in dem bekannte Großbetriebe wie Torres, Codorniù oder Freixnet ihren Sitz haben.
Bei den Rotweinen dominieren die Reben Garnacha (fr. Grenache), Cariñena (fr. Carignan) und Monastrell (fr. Mourvedre), die auch im südfranzösischen Roussillon verbreitet sind. Internationale Aufmerksamkeit genießen katalanische Rotweine erst seit 25 Jahren. Damals gelangte mit dem Priorat eine kleine bis dahin verwunschene Region ins Rampenlicht. Eine Gruppe junger Winzer hatten das Potential der dortigen Schiefersteilhänge und des alten Rebbestandes entdeckt und erregten mit ihren Weinen die Aufmerksamkeit u.a. von Robert Parker.
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