Chile
Mit den Konquistadoren kam im 16. Jahrhundert auch der Weinbau nach Chile. Dabei begnügte man sich über Jahrhunderte damit, genügsame spanische Trauben mit bezeichnenden Namen wie País (Land) zu keltern. Doch dann, im Jahre 1994 kam es zu einer Entdeckung, die Chiles Weinwelt revolutionierte. Begonnen hatte die Geschichte Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals gelangte die Bordeaux-Traube Carmenère nach Chile. In Europa wütete die Reblaus und vernichtete die Carmenère -Bestände nahezu vollständig. Die Traube geriet in Vergessenheit. Auch in Chile, wo man die Rebe für Merlot hielt, der sie optisch ähnelt. 100 Jahre Einsamkeit musste die Carmenère inkognito überdauern, bis Wissenschaftler 1994 ihre wahre Identität ans Licht brachten. Die chilenischen Winzer nutzten diese Steilvorlage und machten die Carmenère zu ihrer Qualitäts-Traube Nr.1. Nicht von ungefähr, denn in Chile gedeiht diese Rebe optimal und bringt Rotweine von großer Struktur mit satten Fruchtaromen von Johannisbeere bis Pflaume und kraftvollen Noten von Tabak, Leder und Schokolade hervor.
Der Großteil der chilenischen Rebflächen konzentriert sich südlich von Santiago im Valle Central, begrenzt von den Kordilleren im Westen und den Anden im Osten. Die bekanntesten Unterzonen sind Maipo, Colchagua, Curicó und Maule.
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