Argentinien
Kein Gottesdienst ohne Messwein. Dass der argentinische Weinbau seine Tradition bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen kann, verdankt er der spanisch-katholischen Kirche. Bis heute sind ursprünglich spanische Reben wie die Creolla Chica sehr verbreitet, die eher durch Ihren Ertrag als ihren Geschmack auffallen. Der Qualitätsweinbau begann in Argentinien erst im 19. Jahrhundert mit dem Import französischer Rebsorten, vor allem Malbec. Die Rebe war einst im Bordeaux stark verbreitet, wurde dort aber wegen Ihrer Krankheitsanfälligkeit mehr und mehr aussortiert. In Argentinien fand die Malbec-Rebe ideale Bedingungen - und dem argentinischen Weinbau gelang mit seiner Paradetraube der internationale Durchbruch.Die Anbaugebiete Argentiniens finden sich am Fuße der Anden in Höhenlagen zwischen 600 bis 1000 Meter. Das trockene Klima ist im wahrsten Sinne des Wortes gesund für die Trauben und der starke Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht fördert die Ausbildung von Frucht- und Aromastoffen. Zentren sind die Provinzen Mendoza (70% der Fläche) und San Juan (25% der Fläche) – beide finden sich westlich bzw. nord-westlich von Buenos Aires.
Neben dem Malbec erzeugt Argentinien die ganze Palette internationaler Reben wie Cabernet Sauvignon, Shiraz, Tannat & Co. Die Weine passen – wen wundert‘s? – großartig zu Steak und Rinderbraten.
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